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British Museum - London
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Architekt: Norman
Foster & Partner London
Tragwerksplanung:
Büro Happold London
Management: Mace Ltd. London
Stahl & Glas: Waagner Biro AG Wien
Statik Stahl & Glas:
Zenkner & Handel Graz
British Museum |
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Montagegalerie
Britisch Museum Dach - London
Einleitung
Das British Museum wurde im
achtzehnten Jahrhundert erbaut. Es umschließt als Viereck den Great
Court, in dessen Zentrum der geschichtliche Reading Room steht. Jetzt
wurde dieser vom Architekten Lord Norman Foster zu einem spektakulären
öffentlichen Platz umgebaut, der von einer eleganten Stahl-
Glaskonstruktion in der Größe eines Fußballfelds überdacht ist.
Geometrie
Das Dach bedeckt den gesamten
Great Court mit einer Länge von 95m und einer Breite von 74m und wird
zwischen den umliegenden Gebäudekanten und dem zentralen Reading Room
aufgespannt. Die Gesamtstruktur bildet ein Netz aus Dreieckselementen,
die eine Schale bilden. Da der Reading Room nicht im Zentrum des Great
Courts steht, sondern leicht nach Norden versetzt ist, ergibt sich nur
eine Symmetrieachse und deshalb sind alle Knoten und Stäbe
unterschiedlich ausgebildet. Das Netz besteht aus 4878 verschiedenen
Stäben und 1566 verschiedenen Knoten.
Konstruktionsprinzip
Da der Reading Room keine
zusätzlichen Lasten aufnehmen kann, wurden 20 Verbundstützen
gleichmäßig um ihn verteilt und auf neuen Fundamenten am Boden
verankert. Auf diesen Stützen liegt ein kreisförmiger Ringbalken an
dem die anlaufenden Randstäbe der Dachkonstruktion anschließen.
Die übliche “Bogenwirkung” konnte
hier wegen der Gleitlager nicht angewendet werden. In der
Gesamtkonstruktion ergeben sich dadurch, zusätzlich zu den
Normalkräften, Biegemomente und Schubkräfte.
Knoten und Stäbe
Die größte Herausforderung bestand
darin, einen Knoten zu entwickeln, der eine Verbindung zwischen allen
Stäben ermöglicht und Kräfte sowie Biegemomente aufnehmen kann.
Ebenfalls zu beachten waren die verschieden Winkel zwischen den Stäben
(Minimum 26 Grad - Maximum 110 Grad) und die Verdrehung der Stäbe
zueinander.
Der Knoten wird in Form eines
Sterns mit 5oder 6 Armen automatisiert aus einem starken Blech
senkrecht herausgebrannt. Die Stabenden der geschweißten
Kastenquerschnitte werden in einem komplizierten Verfahren bearbeitet
und laufen zwischen zwei Armen an den Knoten.
Vorfertigung
Um die Arbeit auf der Baustelle
zum minimieren wurde die Möglichkeit Elemente vorzufertigen
untersucht. Unter Berücksichtigung der maximalen Transportgröße wurden
152 einzelne Leitern definiert, die unter Werkstattbedingungen
zusammengebaut und geschweißt wurden. Anhand diese Methode wurden
ungefähr 3.000 von 4.878 Stäben und alle Knoten in Leitern eingebaut.
Die restlichen Stäbe wurden lose an die Baustelle geliefert.
Stahlmontage
Das Dach ist erst stabil, sobald
der gesamte Stahl montiert ist und muss deshalb während der gesamten
Montagezeit temporär gestützt werden.
Zu diesem Zweck wurde eine
wasserdichte Arbeitsplattform in der Höhe der Snow Gallery aufgebaut.
Auf der Plattform wurden ungefähr 600 Stützen (Props) aufgestellt um
die vorgefertigten Leitern zu unterstützen.
Nach dem Aufstellen der “Props”
werden die Leitern hinein gehoben und in der
Höhe abgestimmt. Im nächsten Schritt wurden die losen Stäbe zwischen
den Leitern eingepasst, die Toleranzen der entstehenden Dreiecke
geprüft und die Verbindungen geschweißt.
Entfernen der Hilfsstützen (De-Propping)
Die Dachkonstruktion wurde in
einer erhöhten Lage erbaut, der so genannten
Null-Geometrie. Sie gleicht die berechnete Durchbiegung des
abgesenkten Stahlnetzes mit seinen Eigenlasten und der Last der
Glasscheiben aus. Das Hauptanliegen beim De-Propping war, das
Stahlnetz kontrolliert abzusenken und stufenweise zu belasten. Mit
einer maximalen Durchbiegung von 142 mm war es unmöglich, gesamte
Abschnitte des Daches in einem Schritt abzusenken, ohne Teile der
Konstruktion überzubeanspruchen. Die gesamte Dachfläche teilt sich in
12 Zonen auf : 4 diagonale, die wesentlich starrer sind, verglichen
mit dem Rest der Konstruktion und jeweils 2 Zonen vor jedem Portico.
Insgesamt ergeben sich aus den 12 Zonen und 4 Phasen 48 Absenkstufen.
Detaillierte Berechnungen ergaben, dass bei keiner dieser Stufen Stäbe
oder Knoten überbeansprucht wurden.
Verglasung der Dachkonstruktion
Die Dachverglasung besteht aus
3312 verschieden großen Dreiecksscheiben, die direkt auf den Trägern
der 6.000 m² Fläche umfassenden Stahlkonstruktion aufliegen. Da der
gesamte Great Court mit der Dachkonstruktion überdacht ist, wurde
hochqualifiziertes Glas gefordert um das ganze Jahr hindurch ein
angenehmes Raumklima zu gewährleisten. Dieses wurde durch den Einsatz
von Isolierglasscheiben, bestehend aus außenseitig 12mm ESG, einem
Hohlraum von 16mm und innenseitig 12mm VSG aus 2 x 6mm Float erreicht.
Projektteam Büro Zenkner & Handel:
Handel, Zenkner, Aichholzer, Mandl
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